Der Impuls für heute stammt wieder von Pfarrer Günter Hirt, Horsbüll, Pfr.i.R. und noch immer sehr aktiv in der katholischen Kirche und zugleich Begründer und Begleiter der Uganda-Lebenshaus-Arbeit:

„Wieder eine Nacht umsonst geplant und am Computer verbracht statt im Bett!“ so klagte kürzlich ein Ingenieur, der für das Uganda-Lebenshaus unentgeltlich Pläne für die zukunfts-trächtige Außenküche skizzierte. Dann die Nachricht, dass bestehende Bauteile nicht standhielten und alles wieder umgeplant werden müsse. Frustrierend! Umsonst? Nein, wenn wir vom Anliegen brennen, dass geholfen werden kann und muss. Wie viele Menschen planen für die Rettung aus der jetzigen Pandemie, wie viele Politiker wollen dem Drängen aus der Bevölkerung nachgeben und endlich Entwarnung geben zu all den Einschränkungen.

Gestern hat die eigentliche Karwoche begonnen. Die „stille Woche“ wird sie gerne genannt – aber dass sie so still wird, hätten wir alle vor einem Monat wohl noch nicht erwartet! Da wird man schon ganz schön sehnsuchtsvoll, wenn in den leeren Kirchen die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem gelesen wird: Menschen dicht an dicht gedrängt, jubelnd und feiernd. Jesus zum Greifen nahe. Keine Abstandsregeln. Keine Mengenbegrenzungen! Wer wollte, durfte herbeilaufen und diesen Einzug erleben.

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Und einmal mehr wurde mir bewusst, was wir für einen wunderbaren Gott verkündigen dürfen: Gott, der keinen Abstand hält. Keinen Gott der Philosophen, der irgendwo in den Weiten des Universums thront, sondern Gott – ganz nahe. Zum Greifen nahe.

Luise vom Christinenhof in Galmsbüll hat ihn gemalt – den ersten Hoffnungsstein, von dem ich vorgestern ein Foto erhalten habe! Ein wunderschön gestalteter Stein, rot bemalt mit einer weißen, leuchtenden Blume darauf. Luise hat mitgemacht bei einer Aktion, zu der wir von den Kirchengemeinden der Vier Bülls jetzt gerade in unserem kleinen Osterbrief, der in diesen Tagen in alle Haushalte verteilt wird, aufgerufen haben. Es ist die Aktion „Ostersteine“ oder „Hoffnung hamstern“, entwickelt von der Fachstelle „Kirche im Dialog“ unserer Nordkirche. Die Idee ist ganz einfach: in der Zeit bis Ostern einen Stein suchen, ihn anmalen mit einem Hoffnungs- oder Ostermotiv, und wenn man sich denn von diesem Stein dann trennen kann, ihn irgendwo hinlegen: an einen Wegrand, an einen Gartenzaun, auf einem Platz, so dass er gefunden und von dem Finder oder der Finderin mit nach Hause genommen werden kann. Damit bringen wir etwas Hoffnung und Freude in die Häuser, so die Idee dahinter. Und das ist in diesen Corona-Tagen bestimmt besonders wichtig.

1710 Agape BeitragsbildDarf Abendmahl auch „Online“ gefeiert werden? Das heißt also: ein Gottesdienst wird live gestreamt und in die Häuser übertragen, und dort sitzen Menschen zusammen, haben Wein oder Traubensaft und Brot auf dem Tisch stehen, und nachdem der Priester oder Pastor via Bildschirm aus der Kirche die Einsetzungsworte gesprochen und die Abendmahlsliturgie gefeiert hat, reichen sich die zu Hause vor dem Bildschirm versammelten Menschen gegenseitig Brot und Kelch, sagen vielleicht noch: „Christi Leib für dich gegeben, Christi Blut für dich vergossen“ oder, einfacher: „Von Jesus: für dich!“ – und feiern vollgültig das Abendmahl zu Hause mit. Es wäre eine Chance gewesen in diesen einschneidend besonderen Zeiten momentan, in denen Kirchen für Gläubige verschlossen, öffentliche Gottesdienste nicht möglich sind, aber seelische Not und Herzensangst wächst: wenn in diesem Jahr diese bisher nicht übliche Form des Abendmahls von Kirchenleitungen als legitim und möglich abgesegnet worden wäre!

Das Evangelische Kinder- und Jugenbüro hat für Familien mit Kindern ein besonderes Angebot für gemeinsames Spielen im Freien (zum Vergrössern bitte auf das Bild klicken).

Familien draußen Zeit

Es hat mir gestern schon etwas gefehlt. Als wir am Essenstisch saßen – da kamen nicht einmal meine Mädels in diesem Jahr auf die Idee mir von einem großen Kaffeefleck auf dem Hemd oder irgendeiner Spinne auf dem Kopf etwas zu erzählen, um dann „April, April“ zu rufen. Oder als ich in der Zeitung las – da findet man doch jedes Jahr irgendwo versteckt eine merkwürdige oder witzige Meldung, die sich dann als Aprilscherz herausstellt. In diesem Jahr: nichts. In diesem Jahr traut sich kaum jemand – die Lage ist wirklich ernst bei uns und in der Welt, in Zeiten der Pandemie. Dabei hätte es Meldungen geben können: Sommerferien fallen aus – Kultusministerin von Schleswig-Holstein streicht die Sommerferien, damit die verlorenen Schulstunden nachgeholt werden können und weitere Ansteckungsgefahren wegen möglicher Urlaubsreisen vermieden werden.

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