Der Impuls für heute stammt wieder von Pfarrer Günter Hirt, Horsbüll, Pfr.i.R. und noch immer sehr aktiv in der katholischen Kirche und zugleich Begründer und Begleiter der Uganda-Lebenshaus-Arbeit:

„Wieder eine Nacht umsonst geplant und am Computer verbracht statt im Bett!“ so klagte kürzlich ein Ingenieur, der für das Uganda-Lebenshaus unentgeltlich Pläne für die zukunfts-trächtige Außenküche skizzierte. Dann die Nachricht, dass bestehende Bauteile nicht standhielten und alles wieder umgeplant werden müsse. Frustrierend! Umsonst? Nein, wenn wir vom Anliegen brennen, dass geholfen werden kann und muss. Wie viele Menschen planen für die Rettung aus der jetzigen Pandemie, wie viele Politiker wollen dem Drängen aus der Bevölkerung nachgeben und endlich Entwarnung geben zu all den Einschränkungen.

Pläne gibt es viele und Gott sei Dank auch viele Hoffnungszeichen aus der Medizin-Wissenschaft. Umdenken und Geduld bleiben gefragt. Ein mich beschämendes Beispiel eines jungen Mannes aus dem Buschland von Uganda, dessen Lebensweg auch durch die konkreten Spenden aus den Kirchengemeinden Emmelsbüll-Neugalmsbüll, Horsbüll und Klanxbüll wesentlich getragen wurde. Ab April sollte er für drei Monate ein heiß ersehntes und von mir versprochenes Praktikum mit Spezialkursen in Elektrotechnik in Deutschland machen, was nun den Coronavorsichts-maßnahmen zum Opfer fiel. Wie sollte ich ihm das erklären und ihn trösten, nachdem er in monatelangem Ringen endlich das passende Visum der deutschen Botschaft erhalten und den Flug gebucht hatte?

Mein Mailbetreff lautete: „Unsere Planung ist durch Corona zerstört.“ – Nach wenigen Tagen seine Antwort: „Wenn unsere Pläne auch Gottes Pläne waren, wird Gott auch weiter helfen. Sein Plan ist doch entscheidend, denn Gott will nichts als unser Heil. Ich hoffe und vertraue weiter.“ So belehrt ein einfacher junger Mann den Pfarrer. – Schauen wir in den Kartagen auf Jesu Leidensweg, wie dieser zum Heilsweg wird. Nein, Gott hat gewiss nicht das Leiden für seinen Sohn geplant. Aber ER hat seinen Sohn ganz und vorbehaltlos für die Menschheit hingegeben. Umsonst? Blieb Jesu Gebet am Ölberg und am Kreuz beim Vater ungehört? Bleiben die vielen Gebete aus der Not der Flüchtlinge, der Entrechteten und Niedergehaltenen unerhört? Alles Mühen umsonst? Nein und nochmals nein, wenn ich akzeptieren kann, dass am Ende nicht Tod steht sondern Leben. Wenn OSTERN nicht bloßes Frühlingsfest bleibt sondern hineinführt in die eigene Zukunft des erfüllten Lebens, in das Jesus uns allen voranging, dann wird „Gottes Plan Realität“. – Und ER bleibt uns nahe und schenkt unplanbare aber echte Verheißung von Zukunft, weil Gott dahinter steht und lenkt.

Solchen Glauben und Erfahrung wünscht Euch allen Euer Günter Hirt, Pfr.i.R.

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